Glossar · Schädlinge & Tiere

Tigermücke (Mosquito tigre)

Spanisch Mosquito tigre Englisch Asian tiger mosquito

Die Tigermücke (Aedes albopictus, spanisch Mosquito tigre) ist eine kleine, schwarz gefärbte Stechmücke mit weißen Streifen an Körper und Beinen. Anders als heimische Mücken sticht sie vor allem tagsüber. Sie legt ihre Eier in kleinste stehende Wasseransammlungen und hat sich an der spanischen Mittelmeerküste, auch an der Costa Blanca, fest angesiedelt.

Einfach erklärt

Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde über den Handel nach Europa eingeschleppt. Sie braucht keine Teiche oder Sümpfe: Ein Untersetzer, ein Eimer, eine Plane mit Pfütze oder ein verstopfter Ablauf genügen als Brutstätte. Die Eier überstehen Trockenheit und schlüpfen, sobald sie wieder mit Wasser in Kontakt kommen. In der warmen Jahreszeit entwickelt sich eine neue Generation schnell. Die Mücke fliegt nicht weit, deshalb stammen die Tiere in Ihrem Garten fast immer aus der direkten Umgebung.

Gesundheitsbehörden beobachten die Tigermücke, weil sie grundsätzlich bestimmte Viren übertragen kann. Aktuelle Hinweise veröffentlicht die Generalitat Valenciana.

Warum das für Eigentümer wichtig ist

Ein Haus, das Wochen leer steht, bietet ideale Bedingungen: Niemand leert Untersetzer, Gießkannen oder Planen, Bewässerung füllt Pflanzkübel regelmäßig nach. Kommen Sie oder Ihre Gäste an, ist der Garten dann voller Mücken. Die wirksamste Vorbeugung ist, Brutstätten zu beseitigen:

  • Untersetzer, Eimer, Gießkannen und Spielzeug leeren oder umdrehen
  • Planen und Abdeckungen so spannen, dass kein Wasser stehen bleibt
  • Dachrinnen, Bodenabläufe und Terrassenrinnen frei halten
  • selten genutzte Abflüsse und Geruchsverschlüsse regelmäßig spülen
  • Regenwassertonnen dicht abdecken

Beispiel aus der Praxis

Nach einer Rückkehr im Juni wird die Terrasse tagsüber von Mücken beherrscht. Die Ursache sind Untersetzer unter den Kübelpflanzen, die von der automatischen Bewässerung ständig gefüllt werden, und eine Poolabdeckung mit Wasserpfütze. Nach dem Leeren und Umstellen geht die Plage in den folgenden Wochen deutlich zurück.

Vor Ort in der Marina Alta

Im feuchtwarmen Küstenklima ist die Tigermücke von Frühling bis Herbst aktiv, teils länger. Ein gepflegter Pool ist kein Problem, ein vernachlässigter schon, wie Was passiert mit dem Pool, wenn die Villa leer steht? zeigt. Bei unseren Hauskontrollen gehört der Blick auf stehendes Wasser im Garten zur Routine, weitere Hinweise gibt Haus in Spanien für Monate verlassen.